Gardasee

Der Gardasee, der auch als „Benaco” bezeichnet wird, ist der größte italienische See. Im Süden wird er von Moränenhügeln umgeben, die sich beim Rückzug der eiszeitlichen Gletscher gebildet haben. Im Norden dagegen wird der nun schmalere See von hohen Bergen überragt, die ihm ein fjordänliches Aussehen geben und ihn vor kalten Winden schützen, sodass er ein sehr mildes Mittelmeerklima aufweist.

 

Das Licht, das milde Klima, die reiche Pflanzenwelt, zu der Ölbäume, Palmen, Zypressen, Zitronen- und Orangenbäume und Oleander gehören, die großartige Landschaft und die interessanten Zeugen aus Geschichte und Kultur machen ihn zu einem der faszinierendsten italienischen Seen.

Naturpark Alto Garda Bresciano

Im Nordwesten des Gardasees – zwischen Salò und Limone ragt eine imposante Bergwelt steil über den See. Dies sind die Berge des Alto Garda Bresciano. Die mediterranen Gärten am Ufer werden vom üppigen Grün ausgedehnter Wälder und Bergweiden abgelöst und auch die eine oder andere Kuhglocke ist zu vernehmen.

Das Valvestino im Naturpark Alto Garda Bresciano im westlichen Hinterland des Sees ist ein verschlafenes Tal mit sechs Dörfern (Gemeinden Valvestino und Magasa), das bis weit ins 20. Jahrhundert hinein nichts von Industrialisierung bzw. Touristenboom mitbekommen hat.

Entsprechend schlecht erschlossen und dünn besiedelt ist es noch heute. Als die Vereinigungskriege um 1866 zur Bildung von Italien führten, stimmten seine Bewohner für den Verbleib bei Österreich-Ungarn (Trentino), obwohl es dorthin nicht einmal eine Straße gab.

Seit 1918 gehört es nun zu Italien und seit den 1930er Jahren verfügt es über eine 30km lange Straße an den Gardasee nach Gargnano.

Seine eng eingeschnittenen Täler mit den an den Hang gepressen Dörfern haben zusammen nicht einmal 500 Einwohner - hier treffen die Welt des Tourismus mit der Welt des Hinterwäldlertums völlig reibungslos aufeinander, weil man das Valvestino weiterhin einfach nicht wahrnimmt.

Der Naturpark Alto Garda Bresciano bemüht sich seit Anfang des 21. Jahrhunderts, im Valvestino und im Hinterland von Tignale und Tremosine einen Wandertourismus zu fördern, was sich in zahlreichen guten Broschüren und einigen ausgeschilderten Rundwegen niederschlägt.

Im Valvestino gibt aber auch jenseits der Rundwege zahlreiche Wandermöglichkeiten und die wunderschöne Almgegend um die Cima Rest.

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